BMBF fördert innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung

Die BMBF-Bekanntmachung zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben “Innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung” könnte für alle diejenigen von Interesse sein, die sich mit dem Gedanken an ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben tragen, welches im Zusammenhang mit beruflicher Weiterbildung steht.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sieht in der beruflichen Weiterbildung, d.h. der beruflichen Qualifikation und deren kontinuierliche Anpassung an sich immer rascher wandelnde Anforderungen, eine zentrale Aufgabe der Gestaltung der individuellen Erwerbsbiographie. Der Stand der Entwicklung von Qualifikationen und Kompetenzen der Fachkräfte wirke sich unmittelbar auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen aus, so das BMBF:

“Als gesellschaftspolitische Aufgabenstellung sind die strukturellen Weichen für gute und nachhaltige berufliche Weiterbildung so zu stellen, dass die Unternehmen das Potenzial für qualifizierte Facharbeit sichern können und berufliche Weiterbildung ein unverzichtbarer Baustein in den individuellen Erwerbs- und Bildungsbiographien wird. Die vorhandenen Formen beruflichen Weiterlernens sind zu hinterfragen, zu bewerten und gegebenenfalls neu auszurichten. Dazu zählt nicht nur das formale, sondern auch das non-formale und informelle berufliche Lernen sowie die Entwicklung von Kompetenzen wertschätzend und verbindlich einzubeziehen.”

Welche Vorhaben können gefördert werden?

Deswegen will das BMBF nun Forschungs- und Entwicklungsvorhaben fördern, die im Zusammenhang mit innovativer und zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung stehen. Ausgewählt werden sie im Rahmen eines Wettbewerbs. Hierbei sollen die Vorhaben sich auf mindestens eines der folgenden Handlungsfelder bzw. Themenschwerpunkte beziehen:

  • Arbeitskräfte und Qualifikationsentwicklung; Qualifizierung und Weiterbildung (von formal nicht Qualifizierten, ­Migrantinnen und Migranten, Frauen, Älteren); Sicherung des Potenzials für qualifizierte Facharbeit (Fachkräftesicherung und Potenzialentwicklung) und horizontale Mobilität
  • Professionsentwicklung und Professionalisierung
  • Qualitätsstandards für Weiterbildungsmaßnahmen
  • Weiterbildungsforschung

Das Verfahren ist zweistufig, die Projekte werden für maximal drei Jahre gefördert. Projektskizzen können bis spätestens 2. April 2015 eingereicht werden. Und wo? Näheres entnehmen Sie bitte der Bekanntmachung.

Lügen und Lügner im beruflichen Kontext

Ein spannender Beitrag von Tomas Chamorro-Premuzic in der Harvard Business Review geht der Frage nach, warum und wie Menschen in beruflichen Kontexten lügen. Dabei sollen 80% der Lügen von 20% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgetischt werden, die restlichen 20% verteilen sich auf die restlichen 80% der Belegschaft. Es gibt also notorische Lügner und solche, die dies nicht gewohnheitsmäßig tun, sondern z.B. aus Unsicherheit. Chamorro-Premuzic charakterisiert die beiden Gruppen von Lügnern und gibt Tipps, we Vorgesetze mit diesen umgehen können.

Stellenangebot: Schulleitung in der Schule für Hebammen und Entbindungspflege

Das Schulzentrum des Universitätsklinikums des Saarlandes hat derzeit die Position der Schulleitung in der Schule für Hebammen und Entbindungspflege zu besetzen. Die Informationen zur Stelle der leitenden Lehrhebamme (w/m) können Sie hier herunterladen.

Ihre Fragen beantwortet Ulrich Wirth, Leiter des Schulzentrums, gerne unter Telefon +49 (0) 6841 16-23700.

CorporateLearningCamp 2014: “Authentisch bewerben”


Nein, das ist keine Kochsendung, auch wenn ich dazu als Ex-Feldkoch des Katastrophenschutzes geradezu prädestiniert gewesen wäre und wir vor einer Theke stehen und dienstbare Küchengeister durchs Bild huschen. Im diesjährigen CorporateLearningCamp, welches Karlheinz Pape bewährt ergebnisorientiert veranstaltet hat, hielt Valentina Krisitina Levant eine Session mit dem Titel “Authentisch im Vorstellungsgespräch”. Die lief so gut und erfreute sich einer so großen Nachfrage, dass Valentina am zweiten Tag gleich nochmal eine Session zu diesem Thema hielt.

Ich habe das Spontan-Interview mit ihr geführt, hinter der Kamera stand CLC14-Sponsor Lutz Berger von Wissmuth, der den Clip auch produziert hat.

Geschafft

Geschafft! Das Editorial für Heft 3 der mdi – Forum der Medizin_Dokumentation und Medizin_Informatik ist fertig, heute haben wir die letzten Beiträge an den Verlag übersandt. Jetzt sind erst einmal die Grafiker und der Lektor dran und wir können uns ein bisschen zurücklehnen. Anfang Oktober wird dann das neue Heft erscheinen. Titelthema ist diesmal “Apps im Gesundheitswesen”. Wir freuen uns auf die Schwerpunktbeiträge von Juliane Zielonka, Paul Sonnier, André Sander, Urs-Vito Albrecht, Markus Stein, Susanne Grundke, Andreas Klement, Neltje Emma Piro, Lisa Baumann und Ronald Archibald Blechschmidt-Trapp. Und natürlich auf die der anderen Autorinnen und Autoren der beiden Berufsverbände DVMD und BVMI.

Call for Papers zur 13. DVMD-Fachtagung

„Informationsmanagement in der Medizin – Herausforderungen in Versorgung und Forschung“ ist das Thema der DVMD-Fachtagung vom 11. bis 14. März 2015 an der Hochschule Ulm. Gesundheitsversorgung und klinische Forschung werden mehr und mehr von Informationstechnologie durchdrungen. Daraus resultieren neue Herausforderungen an Dokumentation und Datenanalyse. Mobile Anwendungen, vernetzte und integrierte Systeme und die Zusammenführung klinischer und genetischer Daten aus verteilten Quellen stellen immer höhere Ansprüche an Datenschutz und Datensicherheit. Gleichzeitig wandeln sich die klassischen Aufgaben der Medizinischen Dokumentation zum Informationsmanagement in komplexen IT-gestützten Szenarien, und es ergeben sich im Gesundheitsbereich neue Aufgaben in Prozess-, Qualitäts- und Produktmanagement mit Bedarf an entsprechenden Kompetenzprofilen.

Die Einreichung von Abstracts ist online unter www.dvmd-tagung.de bis zum 15. Oktober 2014 möglich.

Stellenangebot: Stellvertretende/r Schulleiterin/Schulleiter in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Im Schulzentrum des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg/Saar ist die Position der stellvertretenden Schulleitung in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu besetzen.

Die Stelle ist zwar auf zwei Jahre befristet ausgeschrieben, die Möglichkeit der Entfristung besteht aber.

Die Position ist auch für eine/n Altenpfleger/in geeignet. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Neuerscheinung: Ausbildungscontrolling in Schulen für Gesundheitsfachberufe

AusbildungscontrollingDer demografische Wandel hat den Ausbildungssektor erfasst und setzt auch Schulen des Gesundheitswesens immer stärker unter Wettbewerbsdruck. In der Folge konkurrieren diese mit anderen Ausbildungsbetrieben, aber auch mit Gymnasien, Berufsbildungszentren oder Hochschulen um Schüler und Auszubildende; zudem konkurrieren sie mit den genannten Bildungseinrichtungen des Gesundheitswesens auch um die Fachlehrer, die ebenso Mangelware sind. Deswegen müssen Schulen des Gesundheitswesens Strategien entwickeln, wie sie den durch den Fachkräftemangel entfachten Konkurrenzkampf bestmöglich bewältigen können. Lösungsansätze bestehen z.B. in einem effizienteren Schulmanagement, neuen Wegen im Bildungsmarketing sowie lernergerechten Ausbildungskonzepten, die zur Profilierung bzw. Profilbildung einer Einrichtung beitragen.

Ausbildungscontrolling

In dieser Handreichung fokussiere ich auf effizientes Schulmanagement auf der Grundlage von Ausbildungscontrolling. Denn erst durch Ausbildungscontrolling wird die langfristige strategisch-planerische Ausrichtung der Schulen überhaupt erst möglich.

Auf der Basis langjähriger Erfahrungen bei privatwirtschaftlichen und öffentlichen Bildungsträgern habe ich ein übersichtliches, anwenderfreundliches und überaus praxistaugliches Kennzahlensystem entwickelt, welches ganz speziell auf die Anforderungen von Schulen des Gesundheitswesens zugeschnitten ist. Dabei habe ich weitestgehend auf die Controllingtheorie verzichtet und mich ganz bewusst an der beruflichen Praxis und damit an den Bedürfnissen derjenigen orientiert, die beruflich mit Controlling zu tun haben, dies aber niemals gelernt haben: Gemeint sind Lehrer für Gesundheitsfachberufe oder Berufspädagogen, die eine Leitungsfunktion übernommen haben, ohne jedoch über solide betriebswirtschaftliche Kenntnisse zu verfügen.

Das Ergebnis ist eine locker geschriebene und praxisorientierte Handreichung, die ohne allzu viel BWL-Kauderwelsch auskommt, und ein Kennzahlensystem, mit dem Bildungsmanager, Schulleiter und QM-Verantwortliche Controlling in ihrer Schule umsetzen und damit quasi direkt loslegen können.

Neuerscheinung: Physiologie der Un-Konferenz

BarcampSoeben ist mein neues Buch erschienen mit dem etwas kryptischen Titel “Physiologie der Un-Konferenz: oder Lernen 2.0-Veranstaltungsformate im Unternehmenskontext”. Um was gehts? Selbstorganisierte und kollaborative Lernprozesse werden zukünftig noch stärker das betriebliche Lernen bestimmen. Personalentwicklung wird sich darauf einzustellen haben, und es sieht so aus, als hätten speziell die Großen reagiert, denn schon heute experimentieren Unternehmen mit Lernen 2.0-Formaten. Konzerne wie die Deutsche Telekom AG, Credit Suisse und IBM nutzen insbesondere Un-Konferenzen wie Barcamps seit Jahren sehr erfolgreich für ihr betriebliches Bildungsmanagement. Doch auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und selbst Non-Profit-Unternehmen (NPOs) können von diesem und weiteren aus berufspädagogischer Sicht lern- und kompetenzförderlichen Veranstaltungsformaten profitieren.

Barcamps, cMOOCs und World Cafés in der betrieblichen Bildungsarbeit?

Warum eignen sich aus der Vielzahl der Lernen 2.0-Formate gerade Barcamps, cMOOCs und World Cafés für die betriebliche Bildungsarbeit, die hier als Einheit von Organisationsentwicklung, Personalentwicklung und Berufsbildung verstanden wird? Und für wen eignen sich solche progressiven Lehr-Lernformen? Etwa nur für die auf dem Arbeitsmarkt heiß umkämpfte Gruppe der »Digital Natives«, der »Net Generation«, »Millenials« oder wie auch immer die Generation der nach 1980 Geborenen genannt wird? Oder auch für die »Digital Immigrants«, die nach wie vor in vielen KMU die Mehrheit aller Beschäftigten stellen?

Diese und weitere Fragen diskutiere ich in diesem Buch aus der Perspektive des operativen, strategischen und normativen Bildungsmanagements.